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Tales of the Vampires and Witches

Beitrag am 3. Juni 2009 14:40

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Tales of the Vampires and Witches - an Anne Rice RPG
NC 17

the dreamers, the beloved,
the gifted, the blessed, the damned,
and those who are searching...


~~~*~~~*~~~*~~~

Tagebuch des David Talbot


Heute rief erneut die Polizei bei mir an. Ein weiterer unserer Schüler wurde tot aufgefunden – ohne einen einzigen Blutstropfen. Schon der dritte in diesem Monat, der zum Opfer jener wird, die er beobachtet. Auch er gehörte der neuen Bewegung an, die ihm nichts als den Tod brachte. Langsam wird die Polizei misstrauisch und stellt immer mehr Fragen. Doch irgendwann werden den Beamten meine Ausreden nicht mehr genügen, mögen sie auch noch so ausgeklügelt sein. Langsam beginne ich zu glauben, dass mit unserem Orden etwas Grundlegendes geschehen soll, wenn wir ihn erhalten wollen. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass sich Novizen den alten Regeln widersetzen und uns alle damit in Gefahr bringen! Schon das Leben meines guten Freundes Aaron Lightner war ein Preis, den zu zahlen man vielleicht hätte verhindern können. Ein immenser Verlust, nicht nur in seinem Fachgebiet sondern für uns alle. Getötet weswegen? Einer etwas besseren Position innerhalb des Ordens. Ich werde nichts unversucht lassen, bis ich weiß, wer diese Schandtat begangen hat!
Allerdings... ob die Ältesten das auch wissen? Sie haben sich bis jetzt noch nicht zu dieser Lage geäußert, zu keinem haben sie Kontakt aufgenommen. Vielleicht sind sie genauso ratlos wie wir. Nein, das will ich nicht glauben! Denn wenn die Ältesten keinen Rat mehr wissen, dann ist der Orden wirklich verloren.

~~~*~~~

Tagebuch des Lestat de Lioncourt


Erneut nehme ich die Feder in die Hand, um mich an Sie, werter Leser, zu wenden. Viel ist bekannt geworden von mir in den letzten Jahren, doch ebenso Vieles blieb ungesagt.
Ich habe Ihnen von meinem langen Schlaf erzählt und wie ich auferstand – erweckt von den Geistern einer neuen Welt, einer neuen Domäne. Ein neues Zeitalter, dessen Musik sich in mein Herz fraß und mich seither nicht mehr losgelassen hat. Ja, der alte Lestat ist jetzt Rockmusiker. Sie haben schon richtig gehört. Und meine Kinder – die Sterblichen, mit denen ich auftrete – sie sind so wunderschön!
Doch dies ist nicht der Zeitpunkt, Ihnen davon zu erzählen. Vielmehr will ich die Geschichte der Vampire weiterführen, die Sie – so vermute ich – auch mehr interessieren wird.
Unlängst hörte ich, dass mein neues Hobby eine alte Bekannte aus ihrem Schlaf gerissen hat: Akascha, die Königin der Vampire. Meine wunderschöne Königin, die mir damals, vor 200 Jahren, ihr Blut schenkte! Sie erhob sich von ihrem Thron, nur für mich, und nun sind wir endlich vereint, sie ist an meiner Seite. Oh, wie ich mich danach sehnte, noch einmal Geige für sie zu spielen und ihr altes Blut zu kosten!
Natürlich wollten sie mich warnen, allen voran Marius. Er meint, sie ist auf einem Vernichtungsfeldzug und will ihr eigenes Paradies auf Erden erschaffen. Nun, wenn ich dieses Paradies mit meiner Königin zusammen genießen kann, dann erfüllt der Gedanke daran mich mit Freude. Die Vampire haben sich zusammen gerottet, um gegen die Königin vorzugehen – als wüssten sie nicht, dass mit ihrem Tod auch alle anderen Vampire auf der Welt ihr Ende finden!
Aber im Moment, da mein erstes Konzert so kurz bevorsteht und meine Königin nun endlich an meiner Seite ist, fürchte ich nichts und niemanden. Ich weiß, ich habe mir durch mein Vorgehen nicht nur Freunde geschaffen. Viele sammeln sich, um mich zu töten, ich kann sie im Saal draußen spüren. Ich kann ihre Herzen hören, ihre finsteren Gedanken. Mich töten... Mich! Lestat! Ha! Sollen sie es versuchen! Kommt nur alle her, meine Kinder... ich kann es gar nicht oft genug sagen. Der Klang der Worte erfüllt mich mit Stolz:
„Kommt raus, kommt raus, wo immer ihr auch seid!“

~~~*~~~

Tagebuch der Mona Mayfair


Morrigan, meine Tochter, ist weg. Ich habe sie geboren, bin fast dabei gestorben und jetzt ist sie einfach weg! Natürlich hat Rowan es nicht für nötig gehalten, mich über ihren Verbleib aufzuklären. Nein, ich habe es alles erst erfahren, als es schon zu spät war. Jetzt ist sie vielleicht auf dieser Insel gefangen oder sogar tot und ich hatte nicht die Gelegenheit, sie noch einmal zu sehen! Rowan wollte mich beschützen... ja, klar. Ich bin die 14. Erbin des Vermächtnisses, dazu hat sie mich selbst ernannt. Ich entscheide selbst, was ich tue und lasse.
Diesem Ashlar traue ich auf jeden Fall nicht – immerhin hat er Morrigan und ihre Kinder ganz allein auf dieser Insel zurückgelassen.
Und Rowan traue ich in dieser Sache noch weniger. Hat sie nicht selbst immer wieder davon geschwärmt, welche Krankheiten man mit der Doppelhelix der Taltos alle heilen könnte? Da kommt die Ärztin in ihr durch und ich bin überzeugt davon, sie wird sich bei der ersten Gelegenheit einen dieser Taltos für ihr Forschungslabor schnappen und ihn gründlich sezieren. Aber wehe, wenn sie Morrigan oder einem ihrer Kinder etwas zu leide tut! Das werde ich bestimmt zu verhindern wissen.
Ja, ich werde ein Auge auf beide haben... auf Ashlar und auf Rowan. Und ich werde mich nicht abwimmeln lassen; ich werde hingehen, wo sie hingehen. Onkel Michael bekommt ja auch nicht den Mund auf, wenn er Rowan gegenüber steht. Ich weiß noch nicht einmal, was er über die ganze Sache denkt, immer lässt er sie reden. Also bleibt am Ende wohl wieder alles an mir hängen.

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